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Rauchmelder Retten Leben

 

Jedes Jahr sterben in der Bundesrepublik Deutschland rund 600 Menschen an einer Rauchgasvergiftung; die Mehrheit davon in den "eigenen vier Wänden”. Schlimmer als das eigentliche Feuer ist der sich um ein Vielfaches schneller ausbreitende Brandrauch. Schon drei Atemzüge des hochgiftigen Brandrauchs können tödlich sein bzw. schwere gesundheitliche Folgen nach sich ziehen. Die Opfer werden in der Regel, ohne aufzuwachen, noch im Schlaf bewusstlos und ersticken an den giftigen Rauchgasen.
Ein Rauchmelder ist in der Lage durch seinen lauten Alarm einen schlafenden Menschen zu wecken und rechtzeitig vor der drohenden Gefahr zu warnen. 

Vielen Menschen fehlt die Vorstellung, wie schnell sich Feuer und Rauch in einer Wohnung oder einem Haus ausbreiten können. In wenigen Minuten kann sich ein großer Teil des Hauses mit tödlichen Brandgasen füllen. 

 

"Warum nachts, da brennt es doch viel seltener?"

 

Das stimmt, in den Nachtstunden ereignen sich nur 30 % aller Brände. Aber in genau dieser Zeit sterben 70 % aller etwa 600 Brandtoten pro Jahr in Deutschland. Die Annahme, bei einem Brand in der eigenen Wohnung oder im Haus wach zu werden, ist dahingehend falsch. Die Brandgase haben eine betäubende Wirkung. Gerade nachts ist der Rauchmelder dadurch ein lebenswichtiger Wecker.

 

Sind Rauchmelder nicht sehr teuer und aufwändig zu installieren?

 

Es gibt wohl keine günstigere Lebensversicherung als einen Rauchmelder, die für wenige Euro im Baumarkt zu kaufen sind. Wegen des geringen Gewichtes reichen zwei kleine Schrauben und schon hängt der Rauchmelder an der Decke. Die Montage kann sogar mit Montageklebern oder Klebebändern ohne Schrauben und Dübel erfolgen. Beim Kauf achten Sie auf das VdS-Prüfzeichen.

 

Mit Stand Juli 2016 haben außerdem alle 16 Bundesländer die Ausstattung von Wohnungen und Neubauten mit Rauchmeldern gesetzlich festgelegt. Es herrscht somit eine deutschlandweite Rauchmelderpflicht.

 

Wohin kommt der Rauchmelder und wie viele brauche ich in meiner Wohnung?

 

Mindestens einen Rauchmelder im Wohnungsflur muss jeder haben. Besser ist es aber auch Schlafräume, Kinderzimmer und Wohnraum ebenfalls auszustatten. Wenn man einmal dabei ist, kostet es nur wenige Euro und wenige Minuten Arbeit mehr und man ist optimal geschützt. Wichtig ist aber auch, dass Sie wissen, was denn im Brandfall zu tun ist.

 

Was tun, wenn es brennt? 

  • Ruhe bewahren!
  • Verlassen sie den verrauchten Bereich, öffnen Sie hierbei Türen extrem vorsichtig.
  • Schließen sie die Türen zum Brandraum, um eine Ausbreitung von Feuer und Rauch zu verhindern.
  • Bringen sie Sich, Kinder und andere Mitbewohner ins Freie.
  • Alarmieren Sie die Feuerwehr unter der Nummer 112 und geben sie dabei Adresse und Brandsituation an.
  • Warten Sie auf Rückfragen.
  • Warnen Sie andere Hausbewohner.

 

Wenn Sie weitere Fragen haben zum Thema „Rauchmelder“ oder „Brandschutz in Privathaushalten“, helfen wir Ihnen gerne weiter!

 

Wie funktioniert ein Rauchmelder ?

 

Ein Rauchmelder arbeitet nach einem simplen optischen Prinzip. In der Messkammer des Gerätes werden regelmäßig Lichtstrahlen ausgesendet. Im Normalzustand treffen diese Lichtstrahlen auf eine Fotolinse, die solche Lichtstrahlen wahrnimmt. Brandrauch kleine feste Teilchen aus dem Verbrennungsvorgang. Diese Festkörper sorgen dafür, dass die Lichtstrahlen bei eintretendem Brandrauch abgelenkt werden und nicht auf die Fotolinse treffen. Der Rauchmelder löst daraufhin einen akustischen und optischen Alarm aus. Dies geschieht durch einen auten Piepton und eine blinkende Leuchte am Rauchmelder.

 

In den meisten privaten Haushalten werden batteriebetriebende Rauchmelder installiert, damit sie auch bei einem Stromausfall funktionieren. Etwa 30 Tage, bevor die Batterie entladen ist, ertönen auch mehrmals akustische Hinweistöne, die einen baldigen Austausch der Batterie signalisieren.

Mittlerweile gibt es auch funkgesteuerte Rauchmelder, die im gesamten Umfeld miteinander verbunden sind und bei einer Raucherkennung gemeinsam auslösen, um einen optimalen Warnruf zu erzeugen und möglichst viele Menschen zu erreichen.

Bei jedem neuen Erwerb sollte man auf jeden Fall auf das VdS -Siegel achten, welches nach einem bestandenen TÜV-Gutachten verliehen wird. 

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